Zittau – Gerhart Hauptmann Theater Köfers Komödiantenbühne »Ein gesegnetes Alter« Komödie von Curth Flatow

Der 90jährige Georg Neumann, der sich mit täglichen Rundgängen fit hält und sich selbst versorgt (Bestellungen beim »Rollenden
Mittagstisch«), soll aus dem Haus, in dem er seit 40 Jahren lebt, hinausgeworfen werden, weil der neue Besitzer das Haus
abreißen will. Dabei handelt es sich ausgerechnet um die Firma, die das Geriatrikum »Lebelang« herstellt, auf das Georg Neumann
bis jetzt geschworen hat.
Er weiß nicht mehr ein noch aus und sucht die Tablette, die er für alle Fälle aufbewahrt hat. Zuvor hinterlässt er noch eine
Nachricht für den Journalisten, der sich für sein Schicksal interessiert hatte.
Die Studentin Christa, die er per Annonce als Unterstützung für den Haushalt gefunden hat, weiß, da sie Architektur studiert, um
die Bedeutung des kunsthistorisch interessanten Hauses und findet Mittel und Wege, mit Hilfe ihres Professors den Abriss zu
verhindern.
Außer der erbsüchtigen Enkelin (das Meißner Porzellan ist bald verschwunden), gibt es eine weitere Bedrohung: Gitta Eckstein,
ein ehemaliges Mannequin, mit dem er um die 50 eine Liaison hatte, besucht Georg Neumann, nachdem sie in der Zeitung über ihn
gelesen hat. Georg, von neuen Zukunftsperspektiven begeistert, wird aber enttäuscht.
Eine schwarze Komödie – in die die Außenwelt zusätzlich, wie für ältere Menschen alltäglich, durch Telefonate einbezogen ist –
mit einer wunderbaren Rolle für einen älteren Schauspieler.

Vor einem Jahr, an Herbert Köfers seinen 95. Geburtstag sagte er zur Vorführung von „Rentner haben niemals Zeit“, dass es
wohl seine letzte große Rolle wäre. Zum Glück war sie es nicht und ein Jahr später feierte sein neuestes Stück „Ein gesegnetes
Alter“, gestern Abend , ein Tag nach seinem 96. Geburtstag in Zittau grosse Erfolge.

In dem gut gefüllten Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau wurde Herbert Köfer mit tosenden Beifall empfangen.

In gewohnter charmanter Art und Weise und mit viel schwarzem Humor spielt Köfer einen ziemlich taffen 90-jährigen Rentner Namens
Georg Neumann, welcher um Haus, in dem er 40 Jahre lang lebte, und Erbe gebracht werden soll. Dem Suizid nahe, entwickelt sich
aber plötzlich alles anders als noch eben gedacht…
Und , Herbert Köfer hat noch immer den Charme aus “Geschichten übern Gartenzaun” oder als Opa Paul Schmidt aus der Serie
“Rentner haben niemals Zeit”

“Ein gesegnetes Alter” ist eine schwarze Komödie von Curth Flatow (Regie Klaus Gendries) mit einer auf den Bauch geschriebenen
Rolle für Herbert Köfer, die sich alle Fans unbedingt ansehen sollten. Mitwirkende: Herbert Köfer, Heidemarie Wenzel, Uwe Karpa,
Heike Köfer u.a.

Info: Herbert Köfer wurde in Berlin-Prenzlauer Berg geboren. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre bei der Lokomotivfabrik
Orenstein & Koppel in Berlin-Spandau. Nach seinem Studium an der Schauspielschule des Deutschen Theaters hatte er 1940/41 sein
erstes Engagement am Stadttheater in Brieg. 1941–1945 war Köfer zur deutschen Wehrmacht eingezogen. 1945–1947 wirkte Köfer am
Neuen Berliner Künstlertheater, dem 1947/48 ein Gastspiel an der Volksbühne Berlin folgte. 1949 arbeitete er am Kabarett Kleine
Bühne, dem Vorgänger des Kabarett-Theater Distel in Berlin. Von 1950 bis 1952 folgte ein Engagement am Deutschen Theater.

Noch während seiner Zeit am Theater war er daneben beim Rundfunk beschäftigt, wo er in Hörspielen, Features und
Unterhaltungssendungen mitwirkte. In Erinnerung ist er den DDR-Rundfunkhörern vor allem in einer Hauptrolle der
real-sozialistischen Hörspielserie Neumann, zweimal klingeln, die von 1967 bis 1981 allwöchentlich in 764 Folgen auf Radio DDR I
gesendet wurde.
1964 wurde Köfer Mitglied des Kleinmachnower Kreises (einem Zimmertheater im Bezirk Potsdam) und wirkte dort in anspruchsvollen
literarischen Programmen u.a. über Heinrich Heine, Theodor Fontane und Georg Weerth mit. 1995 erschien sein Buch Das war’s noch
lange nicht. Erinnerungen.
2003 gründete Herbert Köfer Köfers Komödiantenbühne. Im März 2008 wurde seine Autobiografie mit dem Titel Nie war es so verrückt
wie immer … im Verlag Das Neue Berlin veröffentlicht. Sein 75-jähriges Bühnenjubiläum beging er mit „Opa ist die beste Oma“ .

 

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