Der Historiker Timothy Garton Ash wird Brückepreisträger 2016 – Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec gibt bekannt, dass der britische Historiker, Publizist und Buchautor Timothy Garton Ash Brückepreisträger des Jahres 2016 ist. Wie der Präsident der Gesellschaft, Prof. Dr. Willi Xylander, erläutert, hat Garton Ash sich in den vergangenen dreißig Jahren als Wissenschaftler und Publizist wie kaum ein anderer mit der Beschreibung autoritärer und totalitärer Strukturen, ihren Auswirkungen und ihrer Überwindung beschäftigt. In Essays, Kolumnen, wissenschaftlichen Publikationen sowie viel beachteten Büchern hat er authentisch und abwägend die politischen Systeme beschrieben und beurteilt. Garton Ash sei eine der wichtigsten Stimmen im intellektuellen Europa. Er plädiere aber auch für eine Neuausrichtung Europas, orientiert an den idealistischen Zielen der Generation der 1989er. Der Internationale Brückepreis wurde am Freitag, den 28. Oktober 2016 im GerhartHauptmann-Theater der Stadt Görlitz verliehen. Timothy Garton Ash ist Historiker und widmet sich seit dreißig Jahren als Wissenschaftler und streitbarer Publizist der Beschreibung autoritärer und totalitärer Strukturen, ihrer Auswirkungen und ihrer Überwindung insbesondere in Mittel- und Osteuropa. Dabei war und ist sein Blick offen für Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen politischer Systeme. Gleichzeitig wägt er sie vor dem Hintergrund der europäischen Ideale von Humanität, Toleranz, Freiheit und Gleichheit ab. So wurde Garton Ash eine der wichtigen Stimmen im intellektuellen Europa.

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Gastspiel des Magiers Herrn Dr. Peter Kersten „Zauberpeter“, 22.10.2016 Schloss Königshain Dr. Peter Kersten – The Magic Doctor „Wunder inclusive“ Königshain | Barockschloss Königshain | Aufführung Dr. Peter Kersten – The Magic Doctor P. Kersten hatte seinen ersten Fernsehauftritt als Magier im Jahre 1964. Damals studierte er noch Chemie, schrieb auch brav seine Dissertation, aber 1974 ging er dann mit Herz und Seele ins Showgeschäft. Nach dem Senkrechtstart im Friedrichstadtpalast Berlin konzentrierte sich seine künstlerische Arbeit auf das Fernsehen als Autor, Magier und Moderator. 10 Jahre „Kunterbunt“ im Kinderfernsehen mit fast 100 Sendungen, Gast in allen Talk Shows, mehrmals Gastgeber beim „Kessel Buntes“, seine Show „Illusionen Attraktionen“ war offizieller DDR Beitrag des DDR Fernsehens bei der „Gpldenen Rose“ in Montreux. Seine Sendereihe „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ erreichte zu DDR Zeiten Kultstatus. Einige Jahre nach der Wende begann er Auslandsreportagen zu produzieren.. Ca. 150 Kurzfilme und 10 30 min Filme sind seitdem entstanden und wurden vorwiegend beim MDR in der „Windrose“ gesendet. Aber auch hierbei erscheint er oft selbst vor der Kamera wieder als Magier: in der Wüste, auf Vulkanen oder im Dschungel. Und… seit einigen Jahren schaut er in anderen Ländern mit der Kamera in die Kochtöpfe.

FEUERENGEL Seit über 17 Jahren sind sie DIE Institution in puncto Rammstein-Covershows. Gestern legten sie mit ihren pyronalen Konzertspektakel die Konzerthalle in der Landskronbrauerei Görlitz in Schutt und Asche. Ein Abend mit „Feuerengel“ ist die perfekte Illusion. Die Band aus Norddeutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Musik und die Show von „Rammstein“ zu kopieren. So original wie möglich. Dazu gehört nicht nur eine erstklassige Umsetzung der Songs, besonderes Augenmerk gilt der bombastischen Show, mit der „Rammstein“ sich als erfolgreichster deutscher Act im In- und Ausland etabliert haben. „Feuerengel“ eifern dieser Show seit 1997 nach, als auf einem „Rammstein“-Konzert die Idee entstanden war, ein Tribute ins Leben zu rufen. Innerhalb kürzester Zeit waren „Feuerengel“ in der gesamten Republik und in den Niederlanden unterwegs. Im Laufe der Jahre sollte die Liste durch Gastspiele in der Türkei, in Luxemburg und in der Schweiz erweitert werden. Zu den Höhepunkten zählen sicherlich zwei Konzerte auf Einladung von „Rammstein“. Bereits 1998 spielten „Feuerengel“ für ihre Idole und deren Gäste. „Rammstein“ wurde damals in Berlin Doppelplatin und Gold für die Alben „Sehnsucht“ und „Herzeleid“ verliehen. 2005 luden „Rammstein“ zu einer Party in das Olympiastadion in Berlin ein. Auch dort bekam die Band mehrere Auszeichnungen überreicht. Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten „Feuerengel“. Inzwischen hat die Band mit den Donots, den Sportfreunden Stiller, Subway To Sally, Knorkator und vielen weiteren Künstlern die Bühne geteilt.

Schamane liest in Görlitz Galsan Tschinag Schriftsteller, Schamane, Stammesoberhaupt. Der mongolische Schriftsteller, Dichter und Schamane Galsan Tschinag ist auf Einladung des Förderkreises Naturkundemuseum Görlitz am 14. Oktober, 18:00 Uhr mit einer Lesung im Görlitzer Humboldthaus zu Gast. An diesem Abend stellt er sein neues Buch „Ohne die Tat ist alles nur Geplapper“ vor. Der deutschsprachige Schriftsteller wird aus seinem Leben, seiner Heimat und von seinen Reisen erzählen und lässt dabei durch seine reiche Sprache unvergessliche Bilder entstehen. Am darauffolgenden Tag, Sonnabend den 15. Oktober, leitet Galsan Tschinag von 10 bis 18 Uhr das Seminar „Heilweisen, die Körper, Geist und Seele berühren“ im Kultursaal im Bahnhof Görlitz. Galsan Tschinag, geboren 1943 in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Von 1962 bis 1968 studierte er Germanistik in Leipzig, seither schreibt er viele seiner Werke auf Deutsch. Er lebt den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar und verbringt die restlichen Monate abwechselnd als Nomade in seiner Sippe im Altai und auf Lesereisen im Ausland. Galsan Tschinag wurde mit mehreren Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, geehrt. Galsan Tschinag, eigentlich Irgit Schynykbaj-oglu Dshurukuwaa, kommt Anfang der Vierzigerjahre im Altai-Gebirge in der Westmongolei zur Welt. Seine Geburts- und Wohnstätte ist eine Jurte und seine erste Lehrerin eine Schamanin. Es sind die Gesänge und Epen seines Volkes und die Natur der Bergsteppe, die ihn prägen. Nach Abschluss der Zehnklassenschule schlägt er ein Angebot, in Moskau zu studieren, aus und gerät 1962 nach Leipzig, wo er Deutsch lernt und Germanistik studiert. Seitdem schreibt er unter anderem auf Deutsch; Erwin Strittmatter wird neben der Schamanin, die seine Sinne für die Dichtung und den Gesang schärft, zu seinem wichtigsten Lehrmeister. 1968 kehrt er in die Mongolei zurück und lehrt an der Universität in Ulaanbaatar Deutsch, bis er 1976 wegen »politischer Unzuverlässigkeit« mit einem Berufsverbot belegt wird. In den folgenden Jahren lebt er als Übersetzer und Journalist. 1981 erscheint in Ost-Berlin sein Erstlingsbuch Eine tuwinische Geschichte und andere Erzählungen in deutscher Sprache. 1991 wird die Titelgeschichte in der Mongolei verfilmt. Es entstehen in dichter Folge Erzählungen, Romane und Lyrikbände, vor allem in deutscher Sprache. 1992 erhält er den Adelbert-von-Chamisso-Preis, 1995 den Puchheimer Leserpreis, 2001 den Heimito-von Doderer-Preis. 2002 wird ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. 2008 erhält er den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft, 2012 den Literaturpreis der Literarischen Gesellschaft Marburg. Seine Werke werden in über ein Dutzend Sprachen übersetzt. 1995 erfüllt sich für Galsan Tschinag ein Traum: Über zweitausend Kilometer führt er die Tuwa-Nomaden, die in den Sechzigerjahren zum Teil zwangsumgesiedelt wurden, in die angestammte Heimat im Hohen Altai zurück. Heute bemüht er sich um die Verwirklichung verschiedener kultureller und wirtschaftlicher Projekte, um dem Nomadentum das Überleben zu sichern. Das Volk der Tuwa Galsan Tschinag bezeichnet sein im Nordwesten der Mongolei im Hohen Altai lebendes Volk, als „Insel der Menschheit der vergangenen Jahrtausende, dessen Kultur erhalten werden muss.“ Die tuwinischen Menschen, deren Glaube tief verwurzelt in ihrer Naturreligion liegt, sind es gewohnt, im Einklang mit der Natur zu leben. Doch die natürliche Balance zwischen Mensch, Tier und Natur droht zu zerbrechen. Traditionelles Nomadenleben und rationale Neuzeit stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber. Klimatische Veränderungen verstärken dieses Wanken zwischen Tradition und Moderne: Gletscher schrumpfen, Niederschläge lassen deutlich nach, der Grundwasserspiegel sinkt, Steinwüsten wachsen und verkleinern den Lebensraum der Nomaden. Die Folgen für Mensch, Tier und Natur sind bedrohlich geworden: von den 5.565 Flüssen und Bächen sind 700, von den 9.600 Quellen sind 1.500, von den 4.200 Seen sind 760 gänzlich verschwunden und auch die restlichen Gewässer sind dabei, ihre einstigen Reserven zu verlieren. Bestanden vor 30 Jahren noch gut 12% des Landes von insgesamt 1,5 Mio. km2 aus Urwäldern, hat sich die bewaldete Fläche mittlerweile auf 3% verringert.